Pariser Flair präsentiert: Madame Piaf

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Pariser Flair präsentiert: Madame Piaf

Es braucht kaum mehr als Giroux‘ Anmoderation, um zu erahnen, dass hier eine französische Chansonsängerin in das Leben einer anderen, noch viel berühmteren Chansonsängerin auf durchaus überraschende Weise eintaucht, um die andere, unbekanntere Seite der Piaf zu präsentieren. „Ich habe Hängebrüste und einen kleinen, flachen Hintern“, zitiert die Giroux gleich zu Beginn die Piaf, „aber ich kriege die Männer trotzdem.“

Viele Künstlerinnen versuchen sich am reichen Repertoire der großen Piaf, die in ihrem Leben über 3000 Lieder eingesungen hatte, als sie im Oktober 1963 starb. Doch während die meisten nur „La vie en rose“, „Milord“ und „Non, je ne regrette rien“ routiniert aneinanderreihen, reicht Marie Giroux mit der Pianistin Jenny Schäuffelen und der Cellistin Frédérique Labbow ihrem Publikum die Hand zu einem außergewöhnlichen Exkurs durch das Leben der berühmten und berüchtigten, gefeierten und gefürchteten Piaf.

Dieses Programm zeigt, wie Giroux die Piaf intensiv über ein halbes Jahr lang studiert hat, um ohne unnötige Prüderie, aber mit Expertise einen amüsanten Abend zusammenzustellen, der nicht allein musikalisch mitreißend ist. „Weggefegt meine Liebschaften und all ihr Gejammer, weggefegt für immer“, hat die Piaf in ihrem berühmtesten Chanson gesungen, „ich beginne bei Null, denn mein Leben und mein Glück beginnen heute mit dir.“

 

Foto: Laurence Chaperon

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